"Was hat das alles für einen Sinn?"

Wer richtet nicht manchmal genau die gleiche Frage an sich selbst in den Nöten und Daseinskämpfen des 21. Jahrhunderts? Kann jemand zum Beispiel an dem auf's äußerste angespannten Konkurrenzkampf im Geschäftsleben ohne das Gefühl teilnehmen, dabei alle seine besseren Instinkte in sich zu töten?

Der Lehrer antwortet:

"Du klagst um solche, die nicht zu beklagen sind. Nie gab es eine Zeit, da ich nicht war und Du und diese Führung, noch wird je eine Zeit kommen, da wir nicht mehr sein werden. Wie die Seele bereits in diesem Körper Kindheit, Jugend und Alter hat, so geschieht es auch, daß sie einen anderen Körper ergreift. Wer denkt, er tötet, wer glaubt, er werde getötet, sind beide im Irrtum. Nicht wird er geboren noch stirbt er jemals. Ins Sein gelangt, wird er nicht wieder aufhören zu sein. Er ist ungeboren, ewig, dauerhaft und uralt. Er wird nicht getötet, wenn der Körper getötet wird. Wie ein Mann abgetragene Kleider ablegt und andere, neue anzieht, so legt auch die Seele die abgetragenen Körper ab und geht in andere, neue ein. Selbst wenn Du meinst, daß das Selbst immer wieder geboren werde und immer wieder sterbe, selbst dann, oh Arjuna, sollst Du nicht klagen. Denn dem Geborenen ist der Tod gewiß, dem Toten ist die Geburt gewiß. Darum sollst Du über eine unvermeidliche Sache nicht trauern."

Aus dem Buch
"Entdecke dich selbst"
von Paul Brunton


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